Mittwoch, 26. November 2008

Queens Of The Stone Age

Irgendwie war die mythisch-unheimliche Atmosphäre, die ich mir von Stonehenge erwartet hätte, nicht ganz gegeben - ist wohl aber auch schwierig, wenn ein paar Meter neben den steinalten Ruinen eine viel befahrene Straße vorbeigeht. Die soll allerdings bald weichen, wie ich in der Informationsbroschüre gelesen habe. Das wäre der feierlichen Stimmung dieses Ortes bestimmt zuträglich! Sofern diese überhaupt aufkommen kann, wenn man mit 200 anderen Besuchern auf den abgesteckten Spaziergängen in angemessener Distanz zu den Steinen wandelt. 









Anschließend machten wir noch einen Halt in Salisbury, wo wir uns einer etwas langatmigen Führung durch die Kathedrale anschlossen. Aber draußen wehte ein derartig eisiger Wind, der uns jegliche andere Möglichkeit des Zeitvertreibs unmöglich erscheinen ließ. 






Montag, 17. November 2008

Es ist wieder an der Zeit...

... sich über den Freeman's Common zu beschweren! Nachdem ich mich ja langsam, aber sicher an das Leben mit neun anderen Menschen in einem kleinen, heruntergekommenen Apartment gewöhnt habe, tritt langsam wieder der alte Ekel auf. Es fängt damit an, wenn ich morgens in die Küche komme und überall Kaffeepulver und Brotbrösel liegen. Es ist der Ranz in den Fugen der Stühle, auf denen ich Platz nehme, um mein Frühstück einzunehmen. Es ist der billige Wasserkocher, bei dem sich langsam die Beschichtung der Heizspirale ablöst. Es sind die Abwaschschwämme, die außer mir offensichtlich niemand auszuwechseln gedenkt und die geradezu sichtbar mit Bakterien und Essensresten von 10 Menschen getränkt sind. Es ist der in Klopapier gewickelte Tampon, der seit ein paar Tagen auf dem Spülkasten liegt. Es sind die schwarzen Haare im Waschbecken und der unverwüstliche Modergeruch in meinem Zimmer.

Das mit den Tampons stimmt übrigens wirklich. Den ersten hab ich sogar unabsichtlich ins Klo geworfen, weil ich dachte, hey, wer lässt denn hier Klopapier am Spülkasten liegen? Kann ja auch der Rest einer Klopapierrolle sein oder so, wer denkt denn an Tampons? Aber während ich das Ding mit spitzen Fingern ins Klo werfe, sehe ich: das ist ein Tampon! Und ich denke, naja, kann ja mal passieren, dass man so etwas vergisst. Nur blöd, dass ich strengst verbotenerweise den Tampon ins Klo geworfen habe. Aber siehe da, ein paar Tage später liegt schon wieder einer da, an der selben Stelle! Das kann nicht mehr Vergesslichkeit sein, das ist A b s i c h t!





Sonntag, 16. November 2008


Dieses Wochenende war geprägt von dem Versuch, für Essays zu recherchieren bzw. sie zu schreiben und die Präsentation vorzubereiten, die ich am Mittwoch halten muss. Eigentlich wäre ich ja für den Ausflug nach Cardiff angemeldet gewesen, aber es hat sich wider Erwartens tatsächlich noch jemand gefunden, der meinen Platz haben wollte. Also habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ein Studierwochenende eingeschoben. Nur am Freitag Abend war ich auf der schon seit Wochen angepriesenen Mary Gee Party, die sich aber als halb so aufregend entpuppte. 

PS: Heute morgen sah ich auf der Wiese vor meinem Fenster das Kaninchen und das Eichhörnchen einträchtig nebeneinander grasen! 

Montag, 10. November 2008

I Turned It Into A Palace

Am Sonntag fuhren wir mit etwa 140 anderen Erasmus-Studenten nach Cambridge, wo wir tatsächlich um neun Uhr morgens etwas schlaftrunken aus dem Bus torkelten. Und wieder einmal stellte sich die Frage, warum ist die Abfahrt eigentlich auf sieben Uhr morgens angesetzt? Jedenfalls verging der Tag in Cambridge schneller als in Oxford, was eventuell auch an dem Reiseführer lag, den ich mir zugelegt habe und der sich als äußerst hilfreich erwies. Teresa und ich hielten uns allerdings bei den Colleges ein wenig zurück und sahen uns nur das beeindruckende Kings College von innen an, dafür setzten wir uns allerdings auch in eine Messe in der King's Chapel. Da am Sonntag Remembrance Day war, war das natürlich besonders andächtig und der eigentliche Grund, wegen dem wir der Messe beiwohnten war ja auch der Chor. Welch ein Chor! Danach gingen wir ins Fitzwilliam Museum, das noch eine besondere Überraschung bereithielt: eine Ausstellung irgendeines früheren Museumsdirektors, welche das Original-Manuskript von Keats' "Ode To The Nightingale" sowie mehrere Bildtafeln von William Blake und ein Sofa von Dante Gabriel Rossetti enthielt. Danach gönnten wir uns Tee und ich mir einen der (anscheinend) sehr berühmten Chelsea Buns im Fitzbillies Cafe. Letztendlich werde ich mich also in Zukunft all diesen Leuten, die sagen, Cambridge wäre schöner als Oxford, anschließen.


Fahrräder an Zäune gekettet scheinen irgendwie das Stadtbild zu dominieren.



























Montag, 3. November 2008

Samstag: Windermere

Am Samstag machte ich mich um 5.45 Uhr auf den Weg zum Campus, um die Reise zum Lake District anzutreten. Nach einer schlaflosen Nacht und mit einer unaufhörlich triefenden Nase war ich natürlich umso mehr motiviert, aber wenigstens war das Wetter absolut hervorragend. Den Samstag verbrachten wir in Windermere, wo wir mit einem Schiff über den See fuhren und sonst gab es eigentlich nicht sehr viel zu tun.