Dienstag, 30. September 2008

Meine Mitbewohnerinnen

Es tut mir leid, nein, an dieser Stelle kommen keine Fotos meiner Mitbewohnerinnen denn ich habe natürlich noch keine. Könnte ich aber durchaus mal machen. Müsste sich aber ergeben. Ich denke, es erschiene doch etwas komisch, würde ich Jurati in der Küche beim Würstchen in der Mikrowelle aufwärmen mit der Kamera überraschen. Aber ein günstiger Moment kommt bestimmt! Und ja, Jurati (die Litauerin (danke, Veronika!)) hat sich heute tatsächlich ein "Micro-Sausage" in der Mikrowelle warm gemacht. Dazu gab's Salat und schwarze Oliven. Die Essgewohnheiten sind hier überhaupt interessant. Am Anfang konnte ich mir wirklich schwer vorstellen, in dieser Küche auch nur eine Weintraube hinunterzubringen. Aber schlechtes Beispiel, bei Obst bin ich sowieso empfindlich. Im ersten Schrecken haben Teresa und ich uns Heinz Nudeln in schwarzen Plastikbechern gekauft. Zum in der Mikrowelle heiß machen. Da musste man nämlich nicht mal den Deckel abnehmen. Lecker! Allerdings schmeckten die so, wie die Verpackung aussah: gruselig. Eine sehr cremige Käsemasse, die aber nicht so richtig nach Käse schmeckte, mit sehr, sehr weichen kleinen Nudeln. Da gewöhnt man sich das Essen lieber gleich ab. 

Glücklicherweise ist die menschliche Psyche allerdings offensichtlich dazu fähig, sich relativ schnell an üble Umstände zu gewöhnen. Mittlerweile ist die Küche einigermaßen sauber und ich kann tatsächlich schon Dinge essen, die im Kühlschrank waren und in der Küche zubereitet wurden. Ich esse nur nichts, was in den Backofen oder in die Mikrowelle muss. Also gibt es genügend Auswahl! 

Aber ich wollte eigentlich über die Mitbewohnerinnen schreiben. Da gibt es noch Anne und Bianca, zwei sehr nette Damen aus Deutschland, die mitgeholfen haben, dieses Paradebeispiel für versiffte Studentenheime bewohnbar zu machen. Wir führen einen regen Tausch an Putzmitteln und ähnlichen elementaren Dingen. Dann gibt es zwei Italienerinnen, Sara und Grazia. Dafür, dass sie Italienerinnen sind, essen sie wenig Sugo. Aber Grazia hatte bereits am ersten Tag eine winzige Espressokanne, in der sie sich morgens immer ihren Kaffee zubereitet. Ich war beeindruckt! Sie hat richtigen Kaffee, während Teresa und ich löslichen Nescafe schlürfen. Die restlichen vier sind Französinnen namens Carole, Gaelle (mit zwei Punkten über dem e), Hélène und Elsa. Sie essen meist sehr spät und immer mindestens in zwei Gängen. Très francais! 

Ich habe es also ganz gut erwischt mit meiner europäischen Mischung. Teresa hatte leider weniger Glück, denn abgesehen von einer Deutschen bewohnen ihren Block ausschließlich Engländerinnen. Aber keine normalen Engländerinnen. Es sind Freshers. Junge, post-pubertäre Mädchen, die, von ihren Eltern in die große Freiheit entlassen, erst das ganze Programm erleben müssen. Rauschende Parties, Mikrowellenessen, Alkohol in Unmengen und alles, was danach noch kommt.

Fotos folgen also hoffentlich bald; überhaupt sollte ich wieder mehr Fotos machen, denn was ist schon ein Blog ohne Fotos?

1 Kommentar:

Ich hat gesagt…

Au ja, Fotos, Fotos, Fotos :-)))
Und hey, es klingt ja ganz nett bie euch ;-) Es hat auch seine Vorteile, dass du dich nun doch fürs Essen entschieden hast!^^